Ju-do bedeutet übersetzt  „sanfter Weg“.

Jigoro Kano, der Erfinder des Judo, legte dem Judo zwei Prinzipien zugrunde:

Sei-Ryoku-Zen-Yo“ bedeutet: „besten Einsatz von Geist und Körper“ bzw. aller vorhandenen Kräfte.

Ji-Ta-yo-Ei“ ist das moralische Prinzip und bedeutet „gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und das beidseitige Wohlergehen“.

Bis heute basiert die Vermittlung von Judo auf seinen Grundgedanken.

Judo AG

An der Bohrainschule findet einmal in der Woche die Judo-AG statt. Die Sonderschullehrerinnen , die diese Arbeitsgemeinschaft leiten sind beide erfahrene Judoka, haben eine Trainerausbildung und den 1. Dan.

An der AG nehmen Kinder der Klassen 1-4 der Buckenberg Grundschule und der Bohrainschule, SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Lernen, teil. Dabei wird auf spielerischer Art dem Inklusionsgedanken nachgegangen. In direktem, engen Kontakt finden zwischen den Schülerinnen und Schülern Begegnungen statt.

Die Kinder lernen neben vielfältigen Bewegungserfahrungen auch Judo-Techniken. Dazu zählen Fallübungen, Haltegriffe und Würfe. Das Gelernte wird im Verlauf der Judo-AG durch eine Gürtelprüfung überprüft. Wenn möglich wird auch am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia – Judo“ teilgenommen. An diesem Wettkampf teilzunehmen und sich dort zu behaupten bietet eine Möglichkeit sich selbstwirksam zu erfahren und kann das Selbstbewusstsein stärken. Nebenbei wird zudem durch spielerische Art wird die Koordinationsfähigkeit und Konzentration gefördert. Das so wichtige Rangeln und Raufen wird aus der Gewaltecke des Schulhofs herausgeholt und das Kräftemessen kann unter Regeln erlernt werden. Alle begleitenden Untersuchungen zu solchen und ähnlichen Projekten bestätigen, dass das Sozialverhalten bei den Schülern, welche an solchen Projekten teilnahmen, sich verbesserte. Die Bereitschaft, Gewalt zur Lösung von Konflikten einzusetzen, ging erheblich zurück. Das Selbstvertrauen der Kinder stieg an.

 judo